Eine Liebe muss gepflegt werden, damit sie auch Tiefen übersteht – heißt es so schön. Doch zwischen Arbeit, Kinderbetreuung und Hausarbeit bleibt oft kaum Zeit dafür. Wer im Alltag von Termin zu Termin hetzt und dicht hintereinander Aufgabe für Aufgabe erledigen muss, nimmt die Bedürfnisse des Partner nicht mehr richtig wahr und kreist vor allem um sich selbst. Kommt es in einer Beziehung häufiger zu Streit, muss es sich also nicht um ein Beziehungsproblem handeln, sondern es kann auch einfach ein Stressproblem sein. Und das lässt sich gemeinsam in den Griff kriegen.

Inhalte des Artikels „Beziehungskiller Alltagsstress“ im Überblick

+ Die Folgen von Stress für die Partnerschaft
+ Wie Sie sich vom Beziehungskiller Alltagsstress befreien
+ Fazit

Wie können Sie sich vom Beziehungskiller Alltagsstress befreien?

Startseite » Beziehungskiller Alltagsstress

Die Folgen von Stress für die Partnerschaft

Stress im Alltag …

  • sorgt für Müdigkeit und Erschöpfung.
  • kostet viel Lebenskraft und Energie.
  • vermindert unsere Aufmerksamkeit.
  • vernebelt den Blick fürs Wesentliche.
  • reduziert die Bereitschaft zur Fürsorge für andere.
  • steigert Gereiztheit und Ruhebedürfnis.
  • sorgt für emotionale Überforderung und Überreaktionen.
  • verringert Liebe, Lust und Leidenschaft.

Wenn Sie sich darüber ärgern, dass Ihnen Ihr Partner zu wenig unter die Arme greift, sich zu wenig um Sie kümmert, zu viel mit sich selbst beschäftigt ist, ständig gereizt ist und bei Kleinigkeiten überreagiert, könnte Alltagsstress also der Auslöser sein. Höchste Zeit, einmal genauer hinzuschauen.

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Wie Sie sich vom Beziehungskiller Alltagsstress befreien

Schritt 1: Stress als Beziehungskiller erkennen

Der Beziehungskiller Alltagsstress schleicht sich oft ganz langsam in die Partnerschaft und tötet die Liebe erst nach und nach. Oft ist den Paaren gar nicht bewusst, was in der Beziehung schiefläuft, wenn der eine plötzlich zickig reagiert oder schreit, obwohl sich der andere keiner Schuld bewusst ist. Kommt es öfter zu solchen Situationen, wird der Beziehungskiller leicht zum Selbstläufer, weil man vom Partner bereits Gereiztheit und Zickigkeit erwartet und entsprechend selbst schon genervt reagiert. Ärger wird zur Gewohnheit, die schlechte Stimmung spielt sich ein und in Erwartung der gewohnten negativen Reaktion des anderen wird der Ton immer rauer … Ein Teufelskreis, aus dem man nur entkommen kann, wenn der Beziehungskiller Alltagsstress möglichst schnell entlarvt wird, bevor er die Beziehung komplett zerstört hat und die Liebe verschwunden ist. Merken Sie, dass Sie und Ihr Partner auf Kleinigkeiten in der Beziehung schnell gereizt reagieren? Dann sollte es heißen: Stopp, wir müssen reden!

Schritt 2: Äußere Stressfaktoren reduzieren

Haben Sie Alltagsstress als Beziehungskiller entlarvt, geht es daran, ihn aus Ihrem Haus zu verbannen oder ihn zumindest auf ein erträgliches Niveau zu reduzieren. Hauptsächlich gibt es drei Bereiche, in denen sich Stress üblicherweise breit macht. Um Erleichterung in Ihren Alltag zu bringen, sollten Sie sich diesbezüglich gemeinsam folgende Fragen stellen:

Stress mit der Arbeit: Lässt sich der Stress irgendwie reduzieren? Könnte ein Stellenwechsel helfen? Kann das Diensthandy nach Feierabend ausgeschaltet werden? Kann die Arbeitszeit reduziert werden? Ist ein Gespräch mit dem Chef über die zu hohe Arbeitsbelastung möglich? Kann der Arbeitsweg schneller und entspannter mit dem Auto als mit der Bahn bewältigt werden? Könnte der Partner im Home Office statt im Wohnzimmer vielleicht an einem Schreibtisch im Schlafzimmer arbeiten? Wie können Zeitpuffer organisiert werden?

Stress im Haushalt: Wie können Alltagsroutinen besser geplant werden? Können die Belastungen anders verteilt werden? Kann der andere Partner bestimmte Aufgaben übernehmen? Ist es wirklich notwendig, jeden Tag Staub zu saugen oder zu wischen? Können die Erwartungen an aufwendige Mahlzeiten oder die Sauberkeit des Haushalts runtergeschraubt werden? Kann Hilfe von außen hinzugezogen werden? Wie wäre es mit einer Reinemachefrau oder einem Gärner?

Stress durch Kinder: Kann man sich beim Ins-Bett-Bringen abwechseln? Können Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern gebildet werden, um die Kinder abwechselnd zum Sport zu bringen? Können die Kinder den Schulweg nicht inzwischen alleine meistern? Kann eine externe Nachhilfe engagiert werden, um die elterliche Unterstützung zu reduzieren? Welche Regeln können helfen, damit es weniger Diskussionen mit dem Nachwuchs gibt?

Schritt 3: Innere Stressfaktoren eliminieren

Wer sich die Liste mit den Vorschlägen oben durchliest, wird schnell feststellen, dass viele Stressfaktoren hausgemacht sind. Dabei sind es feste Gedankenmuster, die uns daran hindern, bestimmte Stressfaktoren aus dem Weg zu schaffen: Muss die Wohnung wirklich immer pikobello aufgeräumt sein? Müssen Sie wirklich vier Sporttermine pro Woche schaffen? Können Sie nicht auch mal Nein sagen, wenn der Chef mit Zusatzarbeit kommt?

Gemeinsam als Paar sollten Sie sich Zeit nehmen und überlegen, was Ihnen beiden wirklich wichtig ist und worauf sie verzichten könnten, um den Beziehungskiller Alltagsstress in den Griff zu bekommen und Ihre Beziehung zu retten. Setzen Sie gemeinsam Prioritäten und unterscheiden Sie Wichtiges von Unwichtigem. Lieber in einer unaufgeräumten Bude entspannt gemeinsam lachen als sich im Schöner-Wohnen-Ambiente anzubrüllen, oder?

Die frei gewordenen Energien können Sie dann in die angeschlagene Beziehung investieren. An besten vereinbaren Sie einen Neustart. Denn nur so kommen Sie aus der Erwartungshaltung heraus, dass der Partner wahrscheinlich wieder genauso zickig reagiert wie zuvor und können zu einem freundlichen und aufmerksamen Umgang zurückfinden.

Fazit

Stress schlägt aufs Gemüt, fesselt unsere Aufmerksamkeit, kostet Kraft und hat dadurch negative Auswirkungen auf unsere Beziehungen. Haben Sie bei sich Alltagsstress als Beziehungskiller identifiziert und sind Sie bereit, an Ihrem Stresslevel zu arbeiten, haben Sie gute Chancen, Ihre Partnerschaft zu retten. Beachten Sie darüber hinaus noch folgende Tipps, hält Ihre Beziehung auch stressigen Phasen wieder mühelos stand:

  • Sorgen Sie für Abwechslung und Entspannung im Alltag.
  • Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Positive in Ihrer Beziehung.
  • Schenken Sie Ihrem Partner immer wieder Lob und Anerkennung.
  • Genießen Sie Ihre emotionale und körperliche Nähe.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für traute Zweisamkeit.

In Ihrer Beziehung ist irgendwas im Argen und Sie brauchen Unterstützung, um Ihre Partnerschaft zu retten? Dann schreiben Sie mir gern per E-Mail oder rufen Sie mich an!

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